Ich werde immer öfter gefragt, wie das denn funktioniert mit der Macrofotografie.
Was man alles dafür braucht und überhaupt.


Die besten Aufnahmen kann man in den frühen Morgenstunden machen.
Vor allem wenn die Temperatur nachts unter 13 Grad fällt.
Dann sind die ganzen Insekten in der Morgenstarre und meistens mit Morgentau bedeckt.
Sie können in dieser Zeit nicht flüchten und man kommt sehr nahe an die Motive dran.

 

Da es zu der Zeit natürlich noch nicht wirklich hell ist, ist ein Stativ Pflicht,
weil man etwas länger belichten muss als tagsüber.
Bei der Stativwahl sollte man darauf achten, daß man damit in Bodennähe arbeiten kann.
Deshalb hab ich mir eins ausgesucht, bei dem man die Mittelsäule verkürzen und die Stativbeine komplett umklappen kan.

 

Ein Makroschlitten erleichtert die Arbeit sehr, weil man damit viel präziser scharfstellen kann als mit dem Autofokus oder dem mauellen Einstellen am Fokusring des Objektiv.

Ein weiterer Vorteil ist eine Vorrichtung, mit der man den Ansitz, also z.B. den Grashalm auf dem das Insekt sitzt fixieren kann,
um zu vermeiden, daß ein leichter Wind den Ansitz zum Wackeln bringt. Eigentlich nimmt man zur Befestigung einen Erdspieß.
Da der Boden im Sommer teilweise sehr trocken und hart ist, hab ich den Schwanenhals auf ein Ministativ montiert.
 

Damit man nicht auf dem nassen Boden rumliegen muss, um durch den Sucher bzw. auf das Display der Kamera zu schauen, hab ich mir einen sogenannten Feldmonitor zugelegt. Dieser wird mit einem HDMI-Kabel an der Kamera angeschlossen.

 

Ein weiteres nützliches Teil ist ein Fernauslöser um Verwacklungen an der Kamera zu vermeiden.
Diese gibt es in verschiedenen Varianten. Mit Kabel und auch Kabellos.

Welchen man da nimmt, bleibt jedem selbst überlassen.

 

Dann braucht man natürlich eine Kamera. Ich hab da mehrere zur Auswahl. Kommt darauf an, zu welcher Tageszeit ich unterwegs bin.


Früh morgens auf dem Stativ ist es relativ egal, welche man da nimmt.

Tagsüber bei gutem Licht greif ich mir gerne eine mit APS-C Sensor,
weil durch den kleineren Sensor der Bildausschnitt kleiner ist und das Motiv auf dem fertigen Bild grösser abgebildet ist.
Das hat den Vorteil, dass man nicht so nah an das Objekt der Begierde muss. Die Fluchtdistanz ist doch schon sehr gross, wenn die Tierchen aktiv sind.


Wenn ich Abends gehe, nehm ich die mit dem geringsten Rauschverhalten, weil ich mit höheren ISO´s arbeiten muss, um die Verschlusszeiten kurz zu halten.

 

Ganz wichtig ist natürlich ein Macroobjektiv, denn nur mit so einem Objektiv kommt man schön nah an die Motive dran.
Ich habe mich für das Sigma 150mm f/2.8 macro HSM OS entschieden, weil es bei den Tests am besten abgeschlossen hat.

 

So sieht dann das ganze einsatzbereit aus.

Jetzt kanns auch schon losgehen.

 

Raus aus den Federn, den am besten am Vorabend schon gepackten Rucksack schnappen und ab auf eine Wiese oder ein Gewässer.
Am besten eine Wiese am Gewässer ;-)

 

Jetzt gilt es die Falter, Libellen, Raubfliegen, Käfer..... zu finden.
Das ist gar nicht so einfach, weil die Tierchen nicht gerade gross sind und das fehlende Licht auch nicht von Vorteil ist.


Haben sich die Augen erstmal daran gewöhnt, klappt´s auch mit den Funden.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick in die Macrofotografie verschaffen.
Natürlich könnte ich noch viel mehr schreiben, aber das geht dann zu arg ins Detail.

Wer mehr darüber erfahren möchte, der kann mich gerne anschreiben.


Viele Grüsse
Pit

 

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